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Geänderte Steuerregeln für Vereine ab Januar 2021

11.01.2021 | Schwimm-Verband | Von: SV-Südwestfalen



Liebe Freunde des Schwimmports,

der Gesetzgeber hat mit dem Jahressteuergesetz 2020 Entlastungen für gemeinnützige Vereine beschlossen.

 

Anhebung der Freibeträge für Übungsleiter*innen und Ehrenämtler*innen

Zum 01.01.2021 wurden die Freibeträge für Übungsleiter*innen und ehrenamtlich tätigen Personen in Vereinen erhöht.

Der Übungsleiter-Freibetrag steigt von 2.400 € auf 3.000 €, der Ehrenamts-Freibetrag von 720 € auf 840 €. 

Weitere steuerliche und bürokratische Entlastungen

Die Grenze für Kleinbetragsspenden steigt von 200 € auf 300 €. Bis zu diesem Betrag muss der Verein keine Spendenbescheinigung ausstellen, sondern es ist die Vorlage eines Bareinzahlungs- oder Buchungsbelegs eines Kreditinstituts ausreichend.

Anhebung der Besteuerungsgrenze im wirtschaftlichen Geschäftsbetrieb

Die Grenze für Gewinne, die im wirtschaftlichen Geschäftsbetrieb erzielt wurden und körperschaft- und gewerbesteuerpflichtig sind, wurde auf 45.000 € brutto angehoben. 

Vereine, deren Bruttoeinnahmen im wirtschaftlichen Geschäftsbetrieb diesen Betrag nicht übersteigen, haben in der Regel nur alle drei Jahre eine Steuererklärung in vereinfachter Form abzugeben.

Pflicht zur zeitnahen Mittelverwendung für kleine Vereine aufgehoben

Grundsätzlich sind gemeinnützige Vereine verpflichtet, die ihr zufließenden Mittel zeitnah für satzungsmäßige Zwecke zu verwenden. Diese Mittelverwendungsfrist gilt nicht mehr, wenn die jährlichen Einnahmen 45.000 € nicht übersteigen. 

Dabei werden alle Einnahmen aus den verschiedenen steuerlichen Tätigkeitsbereichen des Vereins, d.h. die des ideellen Bereichs, aus Vermögensverwaltung, Zweckbetrieben und wirtschaftlichem Geschäftsbetrieb, berücksichtigt.

Während die Anhebung des Kleinspendenbetrages zum 01.01.2021 wirksam wurde, treten die Anhebung der Besteuerungsgrenze und die Aufhebung der zeitnahen Mittelverwendung für kleine Vereine am Tag nach der Verkündung in Kraft und gelten voraussichtlich schon für das Jahr 2020.

Weitere sinnvolle Erleichterungen

Gemeinnützige Vereine können Mittel teilweise an andere steuerbegünstigte Körperschaften weitergeben. Eine gesetzliche Neuregelung stellt nun klar, dass der zuwendende Verein Vertrauensschutz genießt, dass die Mittel auch für steuerbegünstigte Zwecke verwendet werden. Voraussetzung hierfür ist, dass der Verein sich die Steuerbegünstigung/Gemeinnützigkeit des Empfängers durch Vorlage eines Steuer- oder eines Freistellungsbescheids, nachweisen lässt.

Ferner wird die Kooperation mit anderen steuerbegünstigten Körperschaften erleichtert. Das planmäßige Zusammenwirken führt dazu, dass die satzungsmäßigen Zwecke unmittelbar verwirklicht werden und die Tätigkeit als Zweckbetrieb eingeordnet werden kann. 

Diese Neuregelung beseitigt Unsicherheiten zum Beispiel bei Kooperationen von Sportvereinen mit Trägern des Offenen Ganztags.

Mit freundlichen Grüßen
Frank Rabe
Generalsekretär



 

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