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Südwestfalen Duett Kader beweist sich erfolgreich in Sevilla

02.08.2018 | Synchronschwimmen, Synchronschwimmen | Von: Antje Bleyer



Südwestfalen Duett Kader erfolgreich in Sevilla

 

Der Synchronized Swimming Mediterranean Cup, kurz „Comen Cup“, ist ein jährlich stattfindender Wettkampf für die Altersklasse 13- 15 Jahre, der durch seine große und internationale Beteiligung trotz spezieller „Comen Regelungen“ (nur 4 Länder die nicht im Verbund der Mittelmeerländer Mitglied sind nehmen an den Finals teil), die Bedeutung einer Weltmeisterschaft in dieser Altersklasse hat. Der Wettkampf dient dieser jungen Altersklasse zur Vorbereitung auf die internationalen Wettkämpfe in der Jugendklasse (JEM, JWM). Auch in diesem Jahr waren 29 Nationen von allen Kontinenten und 238 Synchronschwimmerinnen nach Sevilla gereist. Als Vertreter für Deutschland nahm unser Südwestfalen – Duett Klara Bleyer und Nicole Davidovich mit Trainerin Jacky Kather teil.

In den ersten beiden Tagen wurde zunächst trainiert, um sich den örtlichen Gegebenheiten anzupassen. Da die Lichtverhältnisse im Freibad ganz anders als in einer Halle sind, muss die Orientierung in den Küren erst neu gearbeitet werden und auch die ausgelosten Pflichtfiguren bedurften noch des Trainings. So ging es zweimal täglich für einige Stunden ins Bad.

Am Donnerstag begann der Wettkampf mit dem Vorkampf Duett. Erst vor einigen Wochen war die Kür bei einem Lehrgang in Moskau mit Trainerin Stella Mukhamedova anspruchsvoll überarbeitet worden. Natürlich sehr aufgeregt ging unser Duett mit der Startnummer 18 von 26 Duetten an den Start und konnte mit sehr guten 72,2 Punkten als vierte Nicht-Comen-Nation auf ein Finale der besten 12 Teilnehmer hoffen. Auch im Solo konnte Klara sich mit 71,6 Punkten am Freitag morgen Hoffnung auf Finalteilnahme machen. Abhängig ist dies nun von dem Pflichtwettkampf, der zu 50% in das Ergebnis der Küren miteinfließt. Angeführt wurde das Starterfeld von der führenden Nation im Synchronschwimmen Russland mit über 80 Punkten, gefolgt von Spanien, Griechenland und Italien, der Schweiz und Frankreich sowie Kasachstan und den USA.

Der Pflichtwettkampf startete am Samstag morgen und dauerte ganze 5 ½ Stunden in glühender Sonne, alle 238 Aktiven absolvierten konzentriert vier Pflichtübungen die jeweils 6 Wertungsrichter benoteten. Schnell kann sich das Vorkampfergebniss ändern, wenn z.B. eine Schraube unvollständig oder übermäßig gedreht wird, kann das 0 Punkte nach Fina Regelung bedeuten. Klara konnte in der Pflicht 74,65 Punkte und Platz 23, Nicole 67,37 Punkte und Platz 117 erreichen, was durchaus sehr gute Pflichtergebnisse sind! Die Erstplatzierte aus Russland  führte mit 84 Punkten an. Jetzt wurde mit Spannung das Errechnen des Vorkampfergebnisses erwartet und tatsächlich geschah das Unerwartete wenn doch Erhoffte: beide Küren durften noch einmal im Finale starten. Klara konnte sich mit ihrer Pflichtnote sogar im Vorkampf auf Platz 6 katapultieren und in der zweiten „guten“ Startergruppe antreten.

So schwammen Nicole und Klara am Samstag nachmittag mit der Startnummer 1 noch einmal ihre Kür Duett und erreichten mit gesamt 143,19 (inkl. Pflicht) Punkten einen hervorragenden Platz 9 mit nur sehr geringem Abstand zu Platz 7 und 8. Am Sonntag morgen gab Klara in ihrer Solokür noch einmal alles, konnte ihre Kürnote auf 74,75 Punkte steigern und erreichte mit 149,35 Punkten Platz 6 direkt hinter den Topnationen. Mit diesem Ergebnis erreichte Deutschland erstmals das Finale im Duett und erst zum zweiten Mal seit langen Jahren im Solo!

Dieses Ergebnis beruht nicht nur auf der fleißigen Trainingsarbeit unserer Aktiven sondern natürlich auch unserer Trainerinnen Stella Mukhamedova, Jacky Kather und Saniia Ayroudi, die unermüdlich für Synchronschwimmen im Einsatz sind. Optimal konnte sich das Duett mit finanzieller Unterstützung durch den SV NRW, SV Südwestfalen und die Sportstiftung NRW auf den Wettkampf vorbereiten und letztendlich teilnehmen!