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Deutsche Meisterschaften im Schwimmen in Berlin - Cedric Büssing von der SG Dortmund wird Deutscher Vizemeister

14.06.2021 | Schwimmen | Von: Schwimm-Verband



Cedric Büssing wird Deutscher Vizemeister über 400 m Lagen, Kim Kristin Krüger schwimmt dreimal ins A-Finale, Nina Sandrine Jazy krault Bestzeiten und Celina Springer sammelt Erfahrung.

Paukenschlag bei den Deutschen Meisterschaften im Schwimmen für die SG Dortmund durch Cedric Büssing (SC Delphin). Mit neuem Altersklassenrekord für 18-Jährige in 4:19,77 min gewinnt er die Silbermedaille und wird Deutscher Vizemeister. 

Seine bisherige Bestzeit lag bei 4:24,81 min, die er bei der Leistungsüberprüfung im Südbad aufgestellt hatte. Mit dieser Zeit konnte er sich für die Jugend Europameisterschaft qualifizieren, die im Juli 2021 in Rom stattfinden wird. So sollten die Deutschen Meisterschaften eigentlich nur ein Zwischenziel sein, da das Training auf die JEM ausgerichtet ist, so Trainer Stephan Wittky. Außerdem lag der Fokus für den Goethe-Gymnasium-Schüler in diesem Jahr eindeutig auf einen guten Abschluss beim Abitur. Doch war es vielleicht genau das, was nach der letzten Abiturprüfung für Lockerheit und freiem Auftreten sorgte - der Kopf war frei! So zeigte Cedric sich bereits am Morgen in Vorlauf in guter Form. Dort qualifizierte er sich als drittschnellster Schwimmer für das A-Finale am Nachmittag. 

Am Nachmittag lief es dann enorm gut. Nach dem Delphin- und Rückenschwimmen lag er noch deutlich zurück. Erst beim Brustschwimmen konnte er super aufholen und lieferte sich dann mit dem späteren Sieger Danny Schmidt von der SG Frankfurt über die Kraulstrecke ein packendes Rennen. So angetrieben blieb die Uhr für Cedric bei 4:19,77 min stehen. Damit war auch der 5 Jahre alte Altersklassenrekord, den bisher Ramon Klenz aus Hamburg hielt, gebrochen. 

Kim Kristin Krüger hatte sich für alle drei Rückenstrecken qualifiziert. Ihr Ziel war es, sich jeweils für die A-Finals zu qualifizieren. Und das schaffte sie über 100 m Rücken mit einer Punktlandung. 1/100 lagen zwischen ihrer Zeit und der 9. Platzierten Annalena Wagner vom LSV Bayern. So zog Kim mit 1:03,30min als achte ins A-Finale ein. Im Finale konnte sie sich dann noch einmal steigern und bestätigte den 8. Platz mit 1:03,08min. „Ich fühle mich in Hotel, mit dem Essen und dem Drumherum wegen der Einhaltung der Coronaregeln gut“, sagte sie. Das lässt auf gute Zeiten über 200m und 50m Rücken hoffen. Über die 200 m Rücken lief es dann nicht ganz so gut. Doch freute sie sich über die erneute Qualifikation für als A-Finale. In der Zeit von 2:18,25min schlug sie als 7. der Vorlaufwertung an. Doch irgendwie wollte am Nachmittag im A-Finale der Knoten nicht platzen. In 2:19,02min wurde die achte. Über 50m Rücken schwamm Kim am Samstag nur um 6/100 über ihre Bestzeit und qualifizierte sich als sechste in 0:29,24min erneut für das A-Finale. Dieses Rennen wurde dann Live im TV übertragen. Hier schwamm sie neue Bestzeit in 0:29,10min und bestätigte den 6. Platz. 

Mit Celina Springer und Nina Sandrine Jazy starteten am Freitag zwei weitere SG Schwimmerinnen in die Meisterschaft. Beide Schwimmerinnen hatten sich für die 50 m und 100 m Freistil qualifiziert. Für die erst 15-jährigen Schwimmerinnen ging es hauptsächlich darum Erfahrung zu sammeln. Über 50 m Freistil war Celina mit ihrer Zeit von 0:26,62min nicht ganz zufrieden und belegte den 18. Platz. Besser lief es für Nina Sandrine, die mit der Zeit von 0:25,95min als 9. knapp das A-Finale verpasste. Im B-Finale am Nachmittag konnte sie sich auf 0:25,55min verbessern und gewann ihr Finale deutlich. Erneut war es für Nina Sandrine Jazy über 100 m Freistil ganz knapp. Wieder sprang nur der neunte Platz im Vorlauf heraus, obwohl sie Bestzeit von 0:56,93min schwamm. Doch auf Grund des Startverzichts von Lena Riedemann aus Halle rutschte sie ins A-Finale. Hier schwamm sie völlig losgelöst mit neuer Bestzeit von 0:56,41min auf Platz 7. Auch Celina Springer kraulte über 100m Freistil in 0:57,06min als 11. in den Finalabschnitt. Im B-Finale kam sie nicht ganz an die Vorlaufzeit heran und schwamm in 0:57,34min auf Platz 14.

Erwähnt sei auch die tolle Leistung von Anna-Lena Kuhn/Rote Erde Swim-Team Tus Hamm. Sie trainiert seit Beginn der Corona Pandemie am LLSTP Dortmund unter Cheftrainer Stephan Wittky. Bereits am Donnerstag wurde sie 4. über 100 m Schmetterling und Samstag dann die Überraschung: Bronzemedaille über 50m Schmetterling in 0:27,32min!

Fazit: Auf Grund der Corona Pandemie startete die SG Dortmund nur mit einem kleinen Team bei dieser DM. Von den vier Schwimmer und Schwimmerinnen konnten sich drei in den A-Finals qualifizieren. Mit Cedric Büssing gelang es sogar überraschend über 400m Lagen einen Deutschen Vizemeister in den Dortmunder Reihen zu haben. Nun steht für Nina Sandrine Jazy, Celina Springer, Cedric Büssing und Anna-Lena Kuhn im Juli noch die Jugend Europameisterschaft an.


Fotostrecke:

vl. Nina Sandrine Jazy, Celina Springer und Kim Kristin Krüger