Sie befinden sich hier: Sport » Breitensport » Aktuelles

Informationsveranstaltung Alltags-Fitness-Test „AFT“

06.06.2018 | Breitensport | Von: Eva Bülow


Dozenten und Teilnehmer ATF-Lehrgang

17 Teilnehmer aus Vereinen des Schwimmbezirks Südwestfalen hatten sich zur Informations-und Qualifizierungsveranstaltung „Alltags-Fitness-Test“  unter dem Programm „Bewegt älter werden in NRW“ angemeldet, der am vergangenem Samstag im Mehrzweckraum des Hallenbads in Dortmund-Aplerbeck stattfand.

Die Referentin des LandesSportBunds NRW, Heike Arlt, stellte zunächst den Ursprung des Alltags-Fitness-Test vor sowie die mögliche Anwendung und das Nutzen gerade im täglichen Leben.

Der wirklich einfach durchzuführende und damit alltagstaugliche Test wurde in den USA von den beiden Professoren Roberta Rikli und Jessie Jones von der California State University in Fullerton entwickelt und 2001, nach jahrelangen Vorarbeiten, unter dem Orginaltitel „Senior Fitness Test“ eingeführt.

Mit wenig Aufwand ermöglicht dieser Test eine einfache und aussagekräftige Information über die alltagsrelevante Fitness älterer Menschen. Es sind derzeit Vergleichswerte für Personen ab 60 Jahren hinterlegt.

Mittels der sechs Testbausteine kann ermittelt werden, ob der Getestete im Alter seinen derzeitigen Fitness beibehalten wird und ein selbständiges Leben ohne Hilfe möglich sein kann oder er diese gar noch durch gezielte Übungen verbessern kann. Diese Bausteine beziehen sich auf die Prüfung der Beinkraft (Gehen/Treppe steigen, etc.), der Armkraft (Gegenstände tragen, etc.), Ausdauer (Gehen weiterer Distanzen), Hüftbeweglichkeit (Schuhe zubinden, besseres Gangbild), Schulterbeweglichkeit (alleine an-u. auskleiden, Haare kämen) und der Geschicklichkeit (schnelle Richtungsänderung, rechtzeitig aus Bahn u. Bus aussteigen).

Allerdings, so zeigte sich auch während der praktischen Anleitungen durch Dunja Hinze-König (SV NRW), sind die Übungen zwar auf den ersten Blick einfach und es kann sie auch jeder mitmachen, aber der technische Fortschritt und die  damit oft auch bewegungsärmere Lebensform lassen Dinge, wie z.B. „Treppe steigen“ statt oder „zu Fuß zu gehen“, in den Hintergrund treten.

Somit kamen dann auch die Kursteilnehmer bisweilen ins Schwitzen und hatten ihren Spaß bei der Erlernung des korrekten Testverfahrens.

Auch wenn die derzeitige Referenzgruppe bei den Personen AK 60+ liegt, kann bereits auch in jüngeren Jahren in den schwächeren Fitnessbereichen gezielt geübt werden um bei einer späteren Testung andere, bessere Resultate zu erzielen. Vordergründig geht es nicht um die Einschätzung ob der Proband topfit ist. Es werden auch keine „Zensuren“ verteilt, allerdings können durch eine gesteigerte Fitness nach einem, vielleicht zunächst durchschnittlichen oder unterdurchschnittlichen Resultat, die altersbezogenen Rückgänge der körperlichen Leistungsfähigkeit durch eine aktivere Lebensform wieder gesteigert werden, bzw. umgekehrt werden. Das Risiko von Stürzen sinkt ebenfalls. Aktivere Menschen vereinsamen zudem nicht, bleiben geistig länger fit und werden auch gesünder alt.

Darüber hinaus kann mittels dieses Projektes auch für Vereine eine weitere Möglichkeit der Mitgliedergewinnung und Bewegung ihrer Aktiven geboten sein.

Das Tagesseminar wurde von Renate Maiworm und der Fachwartin BFG im SV Südwestfalen, Marion Rößler, gemeinsam geplant und organisiert. Marion Rößler ist bereits AFT-Testerin und kann deshalb- wie ihre Vorreferentinnen –das durch den DOSB (Deutscher Olympischer Sportbund e.V.) und die Marie-Luise u. Ernst Necker Stiftung, sowie des vom LSB NRW geförderte Programm nur weiterempfehlen.

Wer Interesse hat sich selber testen zu lassen, sollte sich diesen Termine vormerken:

am 17.Juni 2018 im Kamener Freibad (während der Schwimmveranstaltung NRW „kurze Strecken der Masters“

am 01.Sept. 2018 im Hallenbad Dortmund -Scharnhorst (beim Aktionstag des SV Derne 49 e.V.)


Fotostrecke: